Der einzige Bock im Stall… 

Wenn Schwarznasenschäfer von einem Bock sprechen, dann geht es nicht um ein männliches Tier. Ziegen haben Böcke und ja, wohl mag es in anderen Schafsrassen einen Schafsbock geben, aber die Schwarznasen, die haben einen Widder. 

Es ist wichtig, sich diesen Unterschied zu merken, denn ich gebs zu, hier im Wallis wird keiner wirklich ernst genommen, der seinen Schwarznasenwidder "Bock" nennt. 

Denn ein Bock bei uns ist das:

Und das der Widder:

Kein Vergleich, oder? (Ein wenig Spass darf sein, gell?)

So ein Bock leistet gute Dienste (ein Widder natürlich auch, aber von ihm ist hier heute nicht die Rede).

Wofür ein Bock gut ist:

Unser Exemplar wurde schon vom Grossvater meines Partners gebraucht und ist auf dem Hof immer wieder im Einsatz. Insbesondere für die Klauenpflege (auf Walliser Deutsch "tschättwu"), welche regelmässig durchgeführt werden soll. Die Schafe werden auf den Bock gestellt, mit dem Kopf sanft eingespannt und nun kann am Schaf in Ruhe und sauber gearbeitet werden. Fürs Schären werden unsere Tiere auf den Hintern gesetzt, wird also der Bock nicht gebraucht, kann aber natürlich auch dabei Hilfestellung sein. 

Aufgrund zahlreicher Anfragen stelle ich den Bock hier gerne näher vor:

Masse um einen Bock herzustellen:

  • Das Brett ist 110cm lang und 50cm breit.
  • Die Höhe der Füsse ist 28cm, so dass die Schafe gut hochsteigen können. 
    Die Stange vorne ist ca. 41cm hoch bis zur Gabelung. 
  • Die Befestigung des Kopfes ist mittels einer einfachen Schraubzwinge, die höhenverstellbar ist und so auf die Grösse des Schafes angepasst werden kann. 
  • Die kleinere Eisengabel ist ca. 16.5cm hoch, die grössere Gabel ist ca. 28cm hoch. 
  • Der Abstand zwischen den Eisengabeln oben an der breitesten Stelle beträgt 15cm
  • Auf dem Brett sind Querhölzer angebracht für einen besseren Stand, sowie eine kleine Umrandung, damit das Tier nicht so schnell runter rutscht.

Hilft dir das um selber einen Bock herzustellen?

Unsere Mädchen helfen bei der Klauenpflege tatkräftig mit. 


Die Klauenpflege

Sie sollte mindestens zweimal im Jahr durchgeführt werden, je nach Boden sogar viermal jährlich. 

Wenn du magst kannst du dabei auf den Mond schauen, denn bei abnehmenden Mond und im Zeichen Steinbock wachsen die Klauen langsamer und besser nach. 
(Für die Damen gibt es hier mehr über den Mond: www.FabienneTruffer.com)


Zwischenklauendrüse

Dabei kontrolliere immer auch die Zwischenklauendrüse. Hier auf dem Foto siehst du gut, wie diese verstopft ist. Du kannst es sorgfältig rausziehen, oder mit lauwarmem Seifenwasser aufweichen und dann rausdrücken. 

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Mehr Informatives über die Schwarznasen findest du in meinem nigelnagelneuen Buch, welches im Februar 2022 erscheinen wird, dann erhältlich im Bääh-Shop.

Bäähsondere Grüsse
Fabienne

Fabienne Truffer


Fabienne Truffer lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Mädchen und einer Herde Schwarznasenschafen in einem kleinen Walliser Bergdörfchen. Entdecke auch ihre Homepage: www.fadenkorb.ch

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  1. Hallo Fabienne,
    bin gerade per Facebook auf deine Seite gestoßen.
    Ich habe seit über 35 Jahre mitten im Ruhrpott (dicht besiedelte Industrieregion in Deutschland) eine reine Hobbyschafhaltung am Stadtrand ohne jeglichen Nutzen.
    Ich hatte auch mal das Glück einen Walliser Widder zu haben.
    Leider ist mein Fridolin nicht sehr alt geworden, da er aufgrund seines ausgeprägten ramsförmigen Kopfes extreme Zahnprobleme bekam.
    Dieser hölzerne Bock zur Hufpflege ist echt gut, da braucht man sich nicht so zu bücken.
    Wie lange braucht es bis sich die Tiere daran gewöhnen ohne seitlich herunterpurzeln?
    Dein Video "über mich" ist sehr schön, du strahlst ja regelrecht!
    Und ja du hast vollkommen recht man soll sich immer mal Zeit für sich selbst nehmen und sich nicht beirren lassen, wenn man etwas Neues machen oder ein Hobby pflegen möchte. Auch dann nicht, wenn es sich um Außergewöhnliches handelt.
    Liebe Grüße
    Dagmar

    1. Danke liebe Dagmar
      Das freut mich sehr.
      Nun, beim ersten Mal Klauen schneiden kann es Sinn machen, dass eine zusätzliche Person seitwärts steht und das Tier so quasi einrahmt oder einschränkt, wenn es zu unruhig hin und her tänzelt. Aber durch die Fixierung vorne halten die Schafe eigentlich wirklich gut still.
      Liebe Grüsse
      Fabienne

  2. Hallo, vielen Dank für deine Vorstellung des Bock`s. Ich hätte noch die Frage, welche Schenkellänge die beiden Seiten der Gabel haben und welchen Abstand die Gabel in Höhe der kurzen Gabelseite hat. Vielen Dank und herzliche Grüße Michl Schiller

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