Immer Ende Juni ist es soweit: Unsere Schafe dürfen auf die Alpe. Die Tiere sind meistens nicht zu bremsen wenn es soweit ist.

Eine Woche vorher bringen wir sie auf eine Voralpe. Von da aus geht es ca. 1.5 Stunden zu Fuss, bis wir auf 2000m.ü.M sind. Dort laufen die Schafe noch weiter hoch und fressen die Alpweiden ab. Für die Alpen ist diese natürliche Abweidung sehr wichtig. Auf nicht abgefressenen Weiden gibt es im Winter viel mehr Lawinenniedergänge. Die Lawinen tragen aber auch oftmals die Erde weg und so bleiben im Sommer kahle Stellen zurück. Auf dieser Höhe dauert es sehr lange, bis sich die Natur regeneriert und Gräser nachwachsen.

DSCN0953Im Gleichschritt voran…. Sie kennen den Weg bestens, wissen, dass ihnen oben feinste Alpenkräuter warten. Die Walliser Schwarznasen und Landschafe sind bestens geeignet für das Hochgebirge. Sie sind trittsicher wie Gämsen und an die kargen Alpweiden gewöhnt. Nur morgens und abends sind sie zu sehen. Zwischendurch ziehen sie sich zurück und sind fast nicht zu entdecken unter den vielen Stein- und Felsbrocken.

 

 

imageSchön oder? Die Alpen im Wallis sind übrigens grösstenteils im Privatbesitz. Das heisst, mehrere Personen (= Geteiltschaften) haben Anrechte ihre Tiere auf diese Alpe zu bringen. Das kann auch weiterverpachtet werden. Die Geteiltschaften setzen im Frühling auch die Wege instand und schauen für Ordnung.

 

 

 

 

Sehr regelmässig werden unsere Tiere besucht. Wir schauen, ob alle gesund sind, keines verletzt ist oder fehlt. Die Kinder sind immer sehr glücklich, wenn sie ihre Tiere sehen. Aber auch die Schafe kommen von weit her zu uns, sobald sie uns hören. Das ist immer sehr eindrücklich.

Einen schönen Sommer, liebe Bäähs…. und dass ihr heil wieder zurückkommt.

Fabienne

Fabienne Truffer


Fabienne Truffer lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Mädchen und einer Herde Schwarznasenschafen in einem kleinen Walliser Bergdörfchen. Entdecke auch ihre Homepage: www.fadenkorb.ch

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  1. liebe fabienne, vielen dank für das päckli
    mit den herzigen föteli von schnucki und
    dem schafwollä schöfli.
    han riesig freud.
    gerne werde ich mich mal bei dir melden,
    um schnucki zu besuchen.
    liebe grüsse olivia

  2. Hallo Fabienne!
    Ich bin gerade daran ein Strick und ‘Slow Stitch’ Retreat auf der Riederalp zu organisieren. Im August 2018 hoffe ich da mit etwa 15 Strick und Handwerk begeisterten eine Woche in den Bergen zu verbringen, und ich würde so gerne meinen amerikanischen Kolleginnen ein paar Walliser Schwarznasen Schafe zeigen oder einen Alphirten zum Gespräch einladen. ich denke viele der vorraussichtlichen Teilnehmerinnen kennen das freie Weideprinzip nicht und würden das immens interessant finden. Und da sie alle auf Schafe verrückt sind, falls wir irgendwie ein Schaf-Menschen treffen organisieren könnten, währe das natürlich super!
    Ich weiss natürlich nicht wei weit Sie von der Riederalp sind, oder ob sie vielleicht jemanden kennen, der näher ist und uns verbinden könnten.
    Ich würde mich auch freuen, (habe das Unten gesehen, im Kommentar von Olivia) falls Sie uns vielleicht einen Kleinkurs im Schafwulle Schöfli machen anbieten könnten, ich nehme an die sind super süss und aus roher Wolle? Ich denke, das währe ein super Souvenir für meine Frauen!

    Mein name is Simone und ich bin ursprünglich aus Basel, wohne jetzt aber in den Staaten, mein email ist owlcatdesigns at gmail

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