Aug 12

Alpgruss

By Fabienne Truffer | Allgemein

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Bis ungefähr Mitte September sind nun unsere Tiere auf der Alpe, über 2000m.ü.M. Die Herde liebt die Höhe, das kühle Lüftchen, die saftigen Kräuter und die Freiheit. Schwarznasen sind sehr standorttreu. Eine Generation gibt der nächsten wohl das Gebiet weiter, in der sie sich bewegen. Wie Gämsen kleben sie an manch heissen Tagen richtig in den Felsen, und wir staunen über ihre Kletterkünste.

Aber auch auf der Höhe sind sie tagsüber kaum zu entdecken. Sie liegen auf den Schneefelder und unter den Felsen ganz still. So mancher Wanderer läuft an ihnen vorbei, ohne sie zu bemerken…..

Uns hören sie jedoch schon von weitem und kommen mit lautem Bääh entgegen. Vor allem um die Kinder ist die ganze Mannschaft sofort versammelt, und einige gehen nicht mal weg um am mitgebrachten Brot zu knabbern. Die holen lieber Streicheleinheiten ab. Unsere Herde ist sehr zahm und manche Schafe legen den Kopf wie Hunde auf die Brust unserer Mädchen und lassen sich den Kopf kraulen…..

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Bald bald geht er zu Ende, der Sommer! Der August im Tal, der Herbst im Grat…..

Geniesst den Sommer und habt Sorg!

Fabienne

Jul 27

Wässern im Wallis

By Fabienne Truffer | Allgemein

Wir stehen anfangs Sommer 2017 und die Wiesen färben sich bereits braun. Es scheint Mitte August zu sein. Ein fast niederschlagsfreier Juni liegt hinter uns. Schon seit jeher gilt das Wallis als sehr trockener Kanton und die Einwohner führen seit Jahrhunderten Gletscherwasser über lange Leitungen (heute noch auf einer Länge von knapp 2000 Kilometern), den Suonen oder Bisses auf die trockenen Wiesen.

Eine kleine Sage dazu:

«Bevor der liebe Gott auf seiner Weltreise die Schweiz verliess, fragte er zum Abschied die Eidgenossen, ob sie noch besondere Bitten an ihn hätten. Natürlich hatten sie das! Die Gletscher seien in den letzten Jahren so stark zurückgegangen, dass jetzt zu wenig Wasser fliesse, um die Fluren grün zu erhalten. Ob er da kein Heilmittel kenne. Der Herrgott wusste sofort Bescheid und meinte: «Das ist doch einfach, da muss gewässert werden! Jetzt, wollt ihr es tun? Dann ist’s recht, wenn nicht, werde ich es selber besorgen müssen!» Diese Rede gefiel allen wohl und sie dankten: «Herr, du hast uns bis jetzt gut behütet, und dir verdanken wir alles, was wir haben. Mach es nur weiter so!» Die Walliser aber blieben allein stumm und sannen und grübelten. In ihrem Argwohn trauten sie dem Vorschlag des Herrn nicht ohne weiteres. Wahrscheinlich kannte Petrus die Walliser schon: Denn er lief schnell hintendurch zu ihnen, gab ihnen einen Schupf und flüsterte: «Lasst doch den Herrn nur machen, er meint es gut mit euch und wird es schon verstehen, er ist ja sozusagen selbst ein Walliser.» Jetzt stutzten diese aber erst recht: «Was, ein Walliser ist er? Aber wie will er denn das Wässern besser verstehen als wir? Nein, nein, wenn dem so ist, wässern wir selbst!» Und so wässert heute in der übrigen Schweiz der liebe Gott, im Wallis aber wässern die Walliser selbst, und ihre Matten verdorren.»

Quelle: Josef Guntern 1978 «Volkserzählungen aus dem Oberwallis»

Wasser gäbe es eigentlich genug im Wallis – noch! Die Gletscher sind ein wunderbarer Wasservorrat – leider ein wenig unerreichbar. Mit den Suonen machen sich die Walliser dieses Wasser nutzbar. Das heruntergeführte Wasser wird laufend erwärmt an der Luft, mit Sauerstoff angereichert und trägt erhebliche Mengen von Mineralien und Salzen in sich! Unterwegs geben die Suonen immer wieder Wasser an ihre Umgebung ab und so wächst auch entlang den Leitungen die Natur! Grad bei steilem Gebiet absolut wichtig, da die Begrünung vor Erosion schützt.

Mit dem Rückgang der Landwirtschaft verloren auch die Wasserleitungen an Bedeutung. Zum Glück wurde ihre Wichtigkeit in vielerlei Hinsicht erkannt. Man begann die Suonen instand zu stellen und es gibt nun viele Wanderungen entlang der Suonen!

Die Erbauer der Suonen achteten von Anfang an darauf, dass der künstliche Wasserlauf möglichst wenig Gefälle aufweist – was dem heutigen Wanderer angenehm entgegenkommt. Um dies zu erreichen waren aber grosse Anstrengungen nötig, denn die Baumeister hatten vieles zu beachten: die landschaftlichen Gegebenheiten, das Mindestgefälle, damit das Wasser einwandfrei fliessen kann, Anfang und Endpunkt der Leitung und selbstverständlich auch die Wasserqualität.

Der Bergbauer war und ist immer intensiv mit Wässern beschäftigt. Heute erleichtern zwar Berieselungsanlagen das Wässern, aber dennoch muss die Wasserzufuhr gewartet werden und nach einem genau festgelegten Plan verteilt werden. „Der Wasserkehr“ so heisst die Zuteilung des Wässerwassers und hat vielerorts noch heute Gültigkeit. Jeder Geteilen erhält über eine gewisse Zeitperiode das Recht zum Bewässern. Egal ob Sonntag oder Mitten in der Nacht! Wenn du an der Reihe bist heisst es Aufstehen!

Das Recht auf das Wasser geht teilweise auf die ursprünglichen Erbauer der Suone zurück und ist häufig hunderte Jahre alt. Sie können weitervererbt oder auch verkauft werden! Man kann Wasserrechte alleine verkaufen, ohne Grundbesitz oder den Boden mit den Wasserrechten dazu. Früher war jedoch das Wasserrecht auf die betreffenden Wiesen zugeordnet! Wurde die Wiese verkauft gingen die Wasserrechte auch mit! Je nach Region wurde dies unterschiedlich gehandhabt!

Wässerwasser zu stehlen und zu Unrecht zu brauchen war damals ein sehr schlimmes Vergehen! Unzählige Sagen erzählen davon, wie die Wasserfrevler im Aletschgletscher, im eisigen Wasser dafür büssen müssen….! Und noch heute, wird mit Argusaugen darüber gewacht, dass niemand sich das Wasser nimmt, wenn er nicht an der Reihe ist….und wenn es der Betreffende auch grad nicht braucht….kein anderer darf es sich holen…!

 

Quelle: Die Reichtümer der Natur im Wallis, Aletsch, eine Landschaft erzählt! Laudo Albrecht, Sammlung Umweltdepartement des Kantons Wallis

Wandel der Organisation und Wasserrechteder Suonen
Eine Fallstudie über die Suonen Dalawasserleitung und Varner Suone, Bachelorarbeit (TRP)
Geographisches Institut der Universität Freiburg , Simona Huber

 

 

 

Jun 23

Aufalpen

By Fabienne Truffer | Allgemein

Immer Ende Juni ist es soweit: Unsere Schafe dürfen auf die Alpe. Die Tiere sind meistens nicht zu bremsen wenn es soweit ist.

Eine Woche vorher bringen wir sie auf eine Voralpe. Von da aus geht es ca. 1.5 Stunden zu Fuss, bis wir auf 2000m.ü.M sind. Dort laufen die Schafe noch weiter hoch und fressen die Alpweiden ab. Für die Alpen ist diese natürliche Abweidung sehr wichtig. Auf nicht abgefressenen Weiden gibt es im Winter viel mehr Lawinenniedergänge. Die Lawinen tragen aber auch oftmals die Erde weg und so bleiben im Sommer kahle Stellen zurück. Auf dieser Höhe dauert es sehr lange, bis sich die Natur regeneriert und Gräser nachwachsen.

DSCN0953Im Gleichschritt voran…. Sie kennen den Weg bestens, wissen, dass ihnen oben feinste Alpenkräuter warten. Die Walliser Schwarznasen und Landschafe sind bestens geeignet für das Hochgebirge. Sie sind trittsicher wie Gämsen und an die kargen Alpweiden gewöhnt. Nur morgens und abends sind sie zu sehen. Zwischendurch ziehen sie sich zurück und sind fast nicht zu entdecken unter den vielen Stein- und Felsbrocken.

 

 

imageSchön oder? Die Alpen im Wallis sind übrigens grösstenteils im Privatbesitz. Das heisst, mehrere Personen (= Geteiltschaften) haben Anrechte ihre Tiere auf diese Alpe zu bringen. Das kann auch weiterverpachtet werden. Die Geteiltschaften setzen im Frühling auch die Wege instand und schauen für Ordnung.

 

 

 

 

Sehr regelmässig werden unsere Tiere besucht. Wir schauen, ob alle gesund sind, keines verletzt ist oder fehlt. Die Kinder sind immer sehr glücklich, wenn sie ihre Tiere sehen. Aber auch die Schafe kommen von weit her zu uns, sobald sie uns hören. Das ist immer sehr eindrücklich.

Einen schönen Sommer, liebe Bäähs…. und dass ihr heil wieder zurückkommt.

Fabienne

Jun 21

Bergheuet von A-Z

By Fabienne Truffer | Allgemein

Am Freitag haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr wieder das Heu eingebracht. Trotz Hilfe der Maschinen, sind am Berg eben noch alle helfenden Hände willkommen – für alle gibt es eine Aufgabe – sogar unsere Mädchen leisten tolle Arbeit.

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Beim Heuen kann das Gehirn übrigens wunderbar arbeiten. Hier meine Stichwortliste zur Heuernte von A-Z (mit einem Augenzwinkern zu lesen):

 

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Anstrengend (ja steile Hänge hinauf – und hinuntertraben gehören sonst nicht zu meinem Hobby)

Brauchtum (das ist es doch noch irgendwie – und wie das so ist mit Brauchtümer – wohl bald vom Aussterben bedroht)

Clique (das sind wir; allen Helfern ein grosses MERCI)

Draussen (tja drinnen wächst es halt nicht so gut)

Extrem ( immer wieder, für Mensch und Maschine)

Freizeit (es IST unsere Freizeit die wir dafür opfern, ach die Tiere haben es ja soooo gut)

Gemeinschaft (ich finde es immer wieder schön, ZUSAMMEN eine Arbeit zu meistern)

Heiss (phu ja, aber wenn die Scheibenwischer laufen müssen an der Maschine ist auch nicht gut…)

Interessant ( immer lernt man etwas neues dazu, sei es ein Blümelein das die Schwägerin kennt, oder der Schwiegervater zeigt wie ein „Zahnschiisser“ funktioniert)

Juni (dann gehts los)

Knecht (könnten wir noch brauchen;-))

Lachen (ein Spässchen in Ehren)

Maschinen (eine tolle Sache wenn sie funktionieren)

Natur (pur)

Organisation (alles will geplant sein, die Aufgaben verteilt und die Maschinen vorbereitet – Bravo meinem Göttergatten)

Pause (oh ja, immer wieder gerne, mit Glacé und Sandwich)

Quatschen (sicher, über alles und jeden)

Riesenhunger (uff, so nach einem Nachmittag heuen ist der Bauch leeeeeer, trotz den Pausen…)

Staubig (nie zu nahe an der Maschine laufen….)

Trinken (jederzeit, mit viiiiiel Wasser den Durst löschen)

Ursprünglichkeit (hat es trotz den Maschinen immer noch, das ist Heimat, die wir pflegen und die wir achten)

Verschwitzt (nass und stinkig alles)

Wetterabhängig ( oh ja, heuen fängt schon eine halbe Woche vor dem Heuen an – und wehe die Prognosen stimmen nicht)

X-mal (rauf und runter und hin und her und rauf und runter und hin und her und rauf und runter ….)

Yoga (wäre vielleicht gut nach dem heuen, aber dann kann ich mich meistens nicht mehr bewegen)

Zweisprachig (sind unsere Heuernten seit ein paar Jahren, nix von Röstigraben – danke Oli)

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Unsere frisch geernteten Bio-Heublumen kannst du übrigens neu im Shop erstehen. Was man damit machen kann? Kannst du hier nachlesen!

 

Sei allerliebst gegrüsst

Fabienne

Jun 01

Walliser Landschaf

By Fabienne Truffer | Allgemein , Walliser Landschafe

Eigentlich ist diese Seite dem Walliser Schwarznasenschaf gewidmet! Aber da wir in unserer Herde auch Landschafe haben, möchte ich dir heute mal von dieser Rasse erzählen.

Das Walliser Landschaf auch les Roux du Valais genannt oder auf Walliser Deutsch einfach „d’Älwu“ ist eine gehörnte Rasse. Die Walliser haben wohl eine leichte Vorliebe für Hörner…;-)

 

Vom Körperbau und der Bewollung sind diese Tiere ähnlich den Schwarznasen. Sie haben aber rotbraune Wolle, welche im Alter grau wird.

In den 80er Jahren war diese Rasse vom Aussterben bedroht. Dank ProSpeciarara konnte der Bestand gerettet und aufgestockt werden. Zu früheren Zeiten waren die Landschafe sehr beliebt. Vor allem der Wolle wegen: bei Gelenk und Rheumabeschwerden schwören noch heute viele auf die wohltuende Wirkung. Zudem musste die Wolle für das damals gebräuchliche Bauerntuch nicht eingefärbt werden.

Wie die Schwarznasen sind die Landschafe sehr ruhig und bei entsprechender Zuwendung ausgesprochen zutraulich. Sie sind standorttreu und kennen ihre Weiden wie die Westentasche. Natürlich sind sie manchmal auch ein wenig eigensinnig….dafür haben wir im Wallis viel Verständnis. … Die Auen sind wunderbare Muttertiere und kümmern sich liebevoll und fürsorglich um die Lämmchen.

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Sie verstehen sich bestens mit den Schwarznasen und können miteinander gekreuzt werden (davon in diesem Beitrag). Die Landschafe haben auch die gleichen Gewohnheiten und beim gemeinsamen alpen gibt das keine Probleme. Ganz im Gegensatz zum weissen Alpenschaf, welche lieber ganztags weiden, bevorzugen unsere Gehörnten die Morgen- und Abendstunden für den Weidegang. Auch sind sie berggängig und genügsam – ideal für die mageren Alpwiesen im Wallis.

Also eigentlich sind dÄlwu wie die Schwarznasen….nur in rotbraun….! Ich bin sehr froh über unsere „Roten“ in der Herde und würde sie nie mehr hergeben…..!

Und ja, wir haben auch ein paar Patenschaften frei für kleine Landschaflämmchen! Die sind genau so entzückend wie die Schwarznasenlämmchen….!

 

Bäähsonderen Gruss

Fabienne

 

 

Apr 30

Patenschaften für Schafe

By Fabienne Truffer | Allgemein , Produkte

Du suchst das perfekte Geschenk für einen Tierliebhaber? Einen Schäfchenfan?

Du möchtest gerne selber Schäfchen, hast aber weder Zeit noch Raum dafür?

Übernehme oder verschenke eine Patenschaft für eines unseren glücklichen Schäfchen.

 

 

 

 

 

 

Du erhältst:

  • ein persönliches, laminiertes Zertifikat mit dem Foto und einer Locke des Schafes
  • Ein Plüsch Schwarznasen-Schäfchen mit Schafwolle gefüllt
  • An Weihnachten ein kleines Kissen mit Wolle von eigenem Tier.
  • 4 mal im Jahr eine Mail mit Infos über dein Schäfchen
  • Du kannst auf Anmeldung dein Schaf bei uns besuchen kommen

 

Du  lernst so vieles über die Schafe und ihre Bedürfnisse. Ideal auch für Kinder!

Die Patenschaft ist für ein Jahr gültig. Sie verfällt automatisch bei Nicht-Erneuerung des Betrages.

Für das Leben gibt es nie Garantien. Wir schauen zu unseren Tieren nach bestem Wissen und Gewissen. Trotzdem kann es immer wieder vorkommen, dass ein Tier stirbt. Sollte dies bei deinem Patenschäfchen passieren wirst du umgehend benachrichtigt und du kannst ein Ersatzschäfchen auswählen.

Wähle dein Patenkind im Shop aus!

Einen bäähsonderen Gruss

Fabienne

Apr 18

Frühlingsarbeiten

By Fabienne Truffer | Allgemein

So, nun zieht also auch bei uns auf über 1200 m.ü.M der Frühling ein und es gibt neue Arbeiten auf dem Hof!

Die Weiden und die Schafe müssen vorbereitet werden. Bevor wir die Tiere auf die Weide bringen gibt es einen Gesundheitscheck. Jedes einzelne wird angeschaut, und „gitschätwut“: die Klauen werden geschnitten. Dafür werden die Schwarznasen auf einen Bock gestellt, am Hals fixiert und ähnlich wie bei den Pferden die Beine hochgehoben um die Klauenränder zurück zu schneiden.

Entwurmen macht meiner Meinung nur bei Auffälligkeiten und ganz gezielt nach Kotprobe Sinn. Aber besprich das mit dem Tierarzt. Es kommt auch auf das Gebiet und deine Anzahl Tiere an.

Dann werden die Weiden kontrolliert. Sie werden von Abfall und wo nötig auch von Hundekot gereinigt. Keine feuchten Böden, trockene Magerwiesen und kein Klee auf der Weide ist ideal!

Achte bei den Weiden auf genügend Schattenplätze! Frisches und genügend Wasser ist selbstverständlich.

 

 

Sind die Schafsweiden an Spazier- und Wanderwegen, empfehlen sich Weidetafeln mit Hinweisen über die Rasse, evtl. Warnung vor Widder oder Herdenschutzhunden, sowie einem Fütterungsverbot.

Achtung, Tiere, welche vom Heufutter direkt auf die Frühlingswiesen geführt werden leiden oft unter Blähungen oder Durchfall. Mähe darum ein paar Tage vorher frisches Frühlingsgras und mische es unter die Heuabgabe. Oder füttere die Tiere erst mit Heu, bevor du sie auf die Weiden lässt.

Das Einzäunen

Da gilt es ein paar Grundsatzfragen zu klären.

  • Gilt es einen fixen Platz einzuzäunen?
  • Vor was willst du die Tiere schützen?
  • Welche Gruppe willst du einzäunen?

Hast du bei der Stallung einen Platz, an dem die Tiere fix nach draussen können, lohnt sich ein stabiles Zaunsystem! Sind auf diesem Platz, dieser Weide Muttertiere mit Lämmer? Dann macht ein engmaschiger Mehrlitzen-Zaun Sinn. Denn schnell entwischen die Lämmer durch Zaunlatten oder ähnlichem und finden dann den Weg nicht mehr zurück auf die Weide! Erwachsene Schafe kannst du auch in einem Lattenzaun, wie du ihn für die Kühe oder Pferde kennst, halten. Oder einen festen Drahtzaun oder flexiblen Mehrlitzen-Zaun. Bei Lämmer sind im unteren Bereich mehrere Litzen (oder noch besser Bänder) zu spannen, so dass sie nicht hindurchkriechen können.

Eine weitere Option sind die Flex-Weidenetze. Sie sind einfach ab- und aufbaubar und praktisch für die kleinen, oft steilen Berghänge. Diese sollten gut gespannt sein! Es gibt sie in verschiedenen Höhen. Normalerweise reichen ca. 100cm!

Wenn du kannst, so verzichte auf das Elektrisieren des Zauns. Denn die Weidenetze haben die Gefahrenquelle, dass sich die Schafe mit den Hörnern in den Maschen verheddern! Die Stromstösse dabei quälen das Tier zusätzlich! Achtung: es sei jedoch erwähnt, dass die Tiere den Strom sehr wohl „spüren“ und weniger an die Netze gehen, wenn Strom drauf ist! Also die Gefahr sich im Netz zu verheddern ist bei Elektrisierten Zäunen weniger gross. Das ist unsere Erfahrung. Schätze du selber ab was das Beste für deine Tiere ist.

Nach dem Weidwechsel sind alle Zäune sofort abzuräumen, da sie eine Gefahr für andere Tiere darstellen.

Es ist sinnvoll, den Zaun mehrmals täglich zu kontrollieren!

Musst du vor grösseren Raubtieren schützen so beachte bitte die Empfehlungen von www.herdenschutz.ch!

Die Schwarznasen sind standhafte Tiere. Sie kennen ihre Weiden gut und kehren immer wieder an ihre Weidplätze zurück. Ausbrechen tun sie eigentlich nur, wenn es zu wenig Futter auf der Weide hat. Aber soweit solltest du es nicht kommen lassen. Regelmässiger Weidwechsel ist Pflicht!

Ich wünsche dir und deinen Tieren einen guten Start in den Frühling!

Fabienne

P.S: Kennst du schon mein E-Buch über die Schwarznasen?

Apr 10

Braun und weiss = schwarz?

By Fabienne Truffer | Allgemein , Walliser Landschafe , Walliser Schwarznasenschafe

Hey Hey hey

Auf unserer Wiese tummeln sich nun schon die ersten Lämmer. Das ging aber dieses Jahr besonders schnell. Alle gesund und kräftig. Was für ein Glück!!

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Ja, die Kleinen sind rabenschwarz. Nein nein, das ändert sich auch nicht mehr. Diese hier sind nicht reinrassig.

Das kommt so: Wir haben Walliser Schwarznasenschafe und Walliser Landschafe (Muttertier auf dem Foto). Da zwei Widder nur Unruhe in die Herde bringen, haben wir nur einen Widder. Damit es nicht Inzucht gibt, muss dieser aber ca. alle zwei Jahre ausgewechselt werden.

Wir machen es so, dass wir zwei Jahre einen Schwarznasenwidder haben, dann kriegen wir wieder ein paar reinrassige Schwarznasenlämmchen, und dann während zwei Jahren ein Landschafwidder um reinrassige Landlämmchen zu kriegen.

Da beide Rassen gleich kleinstämmig sind ist das kein Problem. Die Mischlinge sind dann aber eben immer rabenschwarz. Ich bin darüber nicht unglücklich. Denn beide Rassen sind wunderbar langhaarig. Und so habe ich dann nicht nur wunderschöne weisse und braune Locken, sondern auch noch schwarze (was selten ist).

Aber nichts geht ohne Ausnahmen…..

Ganz de Bappe…

 

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Dieses Jahr hat ein Landschaf ein wunderbar gezeichnetes weisses Lämmlein gekriegt. Ganz de Bappe…halt…☺️😄!  In all den Jahren noch nie gehabt.

 

Liebe Grüsse
Fabienne

Mrz 30

Kinderparty zum Thema „Schaf“

By Fabienne Truffer | Allgemein

Ideen für eine Kinderparty zum Motto „Schaf“, einfach, unterhaltsam und effektiv. Für Kinder von 3-6 Jahren

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Ist dein Kind älter? Dann mache eine „Shaun das Schaf-Party“ daraus und lasse sie eine Folge einer DVD gucken. Dazu die Popcorn knabbern….! Meine 8-jährigen waren begeistert…..

Ich lasse in diese Planung meine Erfahrung als Kindergärtnerin und Mami zweier Mädels einfliessen. Schön, dass du die Party für dein Kind zuhause oder im näheren Umfeld planst und selber aktiv bist. Denn Feste planen und feiern  sind ein Heilmittel gegen Egoismus. Gemeinsam kann die Party geplant und vorbereitet werden. Die Vorfreude steigt auf ein Vielfaches und in Erinnerung wird bleiben: Wir haben etwas Besonderes geschaffen und gemeinsam erlebt. Keine Sorge, hier schreibe ich dir Tipps auf, bei denen du nicht schon Tage vorher stundenlang an der Party rumwerkeln musst. Weniger ist oftmals mehr.

Planung: Setze von vornherein fest, von wann bis wann die Party dauert. Erfahrungsgemäss reichen 2 Stunden vollends aus. Zumal die Kinder meistens keine Zeit haben um lange am Tisch zu sitzen und zu essen. Eine zusätzliche Person als Hilfe macht bestimmt Sinn. Schliesse Spielsachen mit Konfliktpotenzial, teure Vasen und Erbstücke gleich in ein separates Zimmer weg. Bei schönem Wetter ist eine Draussen-Party immer der Hit. Evtl. bietet sich ein nahegelegener Spielplatz oder ein Waldplätzchen an?

Vorbereitungen:

1 Monat vorher: Kläre mit deinem Kind ab wieviele Kinder es einladen will. Sammle soviele Petflaschen.

1 Woche vorher: Einladungen versenden (An-oder Abmelden?), Popcorn, Getränke, Moosgummi, Getränkeflaschen, Material für den Kuchen und Material für Brotteig einkaufen.

1 Tag vorher: Petflaschen halbieren, Moosgummi zuschneiden und aufkleben, mit Wolle dekorieren. Getränkeflaschen mit Masking Tapes verzieren

3 Std. vor der Party: Brotteig herstellen (ein kleiner Teil mit Schokopulver eindunkeln am Ende),  Kuchen backen und verzieren, CD-Player mit Musik bereitstellen, Popcorn in die Petflaschen füllen, Sirup anmachen, Plüschschäfchen (=Gragetsch) bereitstellen sowie die Geschichte.

Essen und Trinken: Das ist den Kindern gar nicht so wichtig wie imagewir meinen. Fondant-Torten und Cremesachen sind vielen Kinder zu schwer und zu süss. Mal abgesehen von der grossen Sauerei die das imagemeistens gibt;-) Schau mal, der Kuchen ist ein Hingucker, ist aber nur ein Shake ’n bake von Betty Bossi (Gugelhopf geht auch), verziert mit Sahne und der Moosgummi-Form (lässt sich super heiss abspülen)! Und was sagst du zu meinen Popcorn-Schäfchen? Eine Petflasche halbieren, aus schwarzem Moosgummi den Kopf ausschneiden, ankleben und mit Popcorn füllen. Die Kinder sind begeistert!

Zum Trinken haben sich fertige kleine Trinkfläschchen bewährt. Nichts wird ausgeleert dabei. Verziere jedes Fläschchen mit einem imageanders farbigen Masking-Tape damit es keine Verwechslungen gibt. Nachfüllen kannst du mit Sirup.

Unterhaltung:

Mit 3-5 Jahren ist das kleine Kind noch nicht gruppenfähig. Das heisst, ohne Hilfe von aussen ist es in einer Gruppe verloren und kann nicht spielen und arbeiten. Wir müssen also die Gruppe führen. Spiele ohne Wettbewerb sind für dieses Alter besonders geeignet.

Sammle alle Kinder erstmal in einen Kreis und erkläre kurz warum heute alle hier sind. Vielleicht darf für das Geburtstagskind schon mal ein Lied gesungen werden? Dann erzähle den Kindern eine Geschichte. Du kannst dafür auch meine „Gragetsch„-Geschichte auf YouTube verwenden. Lasse die Geschichte laufen oder schalte den Ton aus und erzähle selber. Es gibt auch eine wundervolle Schäfchengeschichte von Elsa Beskow “ Pelles neue Kleider“ oder das Buch von „Herbert“ von Daniela Chudzinski, Thienemann Verlag.

Nach dem Stillsitzen ein kleines Bewegungsspiel mit Plüschschäfchen „Gragetsch“: Singe ein Lied oder spiele von einer CD ein lustiges Liedchen. Alle Kinder dürfen herumhüpfen oder tanzen und einander Gragetsch weiterreichen. Bei Musikstopp bleiben alle wie versteinert stehen ausser das Kind mit Gragetsch, das darf weitertanzen. Dann geht die Musik wieder weiter. Nach einer Wiederholungen darf immer das Kind, welches Gragetsch hat an das Waschbecken Hände waschen und zum Tisch gehen.

imageJedes Kind erhält ein Stück Brotteig. Es darf daraus eine Schlange formen und diese zur Schnecke rollen. Dann wird sie auf das aufgemalte Lämmchen auf dem Backpapier gelegt. Ab in den Ofen damit (Wecker stellen, ca. 30 Minuten, damit es nicht vergessen geht). Wer fertig hat geht wieder schnell die Hände waschen und sucht sich ein Popcornschäfchen aus. Es darf genascht werden. Für das Geschenke auspacken kann ein Kreis gebildet werden. Das Geburtstagskind ist in der Mitte und schliesst die Augen. Reihum wird Gragetsch weiter gegeben. Sobald das Geburtstagskind stopp ruft kann das Kinde, bei dem Gragetsch gerade ist, das Geschenklein zum Auspacken bringen. Evtl. Kuchen (oder das gebackene Lämmchen) essen, Kerzen ausblasen und Singen.

Weitere Spiele:

Einem Kind werden die Augen verbunden. Eines aus der Gruppe erhält Gragetsch. Es darf „bääh“ rufen. Errät das blinde Kind wer das Schäfchen ist? Kann erschwert werden, indem das Schäfchen immer weiter gegeben wird und somit die Stimme auch immer wechselt. Das blinde Kind ruft den Namen, sobald es jemanden erkannt hat.

Lachschaf: Ein Kind geht mit Gragetsch von Kind zu Kind und versucht es zum Lachen zu bringen. Es darf aber niemanden berühren. Wer lachen muss kommt als nächstes in die Mitte und darf ein Kind zum Lachen bringen.

Modeschau: Ein Kind kommt nach vorne, steht auf einen kleinen Schemel und zeigt sich von vorne und von hinten. Dann geht es hinaus und verändert etwas (Schuhe verkehrt anziehen, Frisur ändern, Knopf öffnen, Ärmel hochkrempeln usw. Achtung, kleine Kinder brauchen dabei Hilfe). Nun kommt das Kind wieder zur Gruppe zurück, und die anderen müssen raten was verändert wurde.

Rosinen verzaubern: 5 Rosinen werden in eine Reihe gelegt. Ein Kind geht nach draussen. Gragetsch verzaubert eine dieser Rosinen indem es sie kurz anstupst. Das andere Kind kommt rein und darf eine Rosine nach der andern naschen…. so lange, bis es zur Verzauberten kommt, dann ist Schluss damit….weil alle Kinder laut rufen „verzaubert“!

Ein wenig mehr Aufwand hast du mit diesen Spielen, falls du magst!

Sinnesspiele: Lege die Schafwolle in eine Schachtel. Darin versteckst du kleine Natursachen (Steine, Tannzapfen, Blümchen, Gräser usw.). Ein Kind darf sich durchwühlen und benennen was es alles in der Schachtel spürt. Weisst du, dass viele Kinder noch nie Schafwolle gespürt haben?

Lege in Stoff-Taschentücher jeweils verschiedene Duft-Gegenstände: ein Stück Seife, Rosmarin, Lavendel und Schafwolle. Einfach mit einem Gummiband jedes Tuch oben abbinden. Und nun lasse die Kinder daran riechen (ohne zu berühren). Ob sie das Taschentuch mit der Schafwolle herausriechen können?

Zum Schluss das gebackene Lämmchen begutachten. Jedes darf ein Röllchen mitnehmen.

Bei unserer Party habe ich für jedes Kind ein Lämmchen vorgezeichnet. Jedes durfte sein eigenes Lamm gestalten und mitnehmen.

Viel Spass!!

Fabienne

Mrz 20

Das Buch „Walliser Schwarznasenschaf“

By Fabienne Truffer | Produkte , Walliser Schwarznasenschafe

Endlich ist es soweit! Aufgrund zahlreicher Fragen und emails, habe ich im letzten Jahr ein Ebook über die Schwarznasenschafe in Angriff genommen! Denn es ist leider so, dass es keine Literatur über diese Rasse gibt. Das Buch von Luzius Theler „Die Schwarznase“ ist längst vergriffen!

Im Buch werden folgende Themen behandelt:

  • Die Geschichte der Schwarznasen
  • Der Charakter
  • Die Haltung (Nahrung, Weide, Einzäunen usw.)
  • Der Widder
  • Die Hörner
  • Die Tragzeit, Geburt und Stillzeit
  • Die Arbeiten an den Schwarznasen
  • Probleme der Schwarznasen
  • Herdenbuchtiere
  • Export

Das Buch ist bebildert mit Fotos aus unserem Hof! Zudem durfte ich die fantastischen Fotos von Marco Schnyder, aus dem Nachbardorf Bratsch verwenden. Du kannst seine Bilder auch auf www.fotografie-wallis.ch bewundern!

Ich hoffe, so vielen Schwarznasenfreunden eine Freude zu bereiten. Das Buch ist sofort erhältlich im Bääh-shop! Nachdem die Bestellung bezahlt ist erhältst du einen Link für den Download! Du brauchst dafür die Dropbox nicht zu installieren, sondern klickst einfach auf Download ohne Installation, gell?! Viel Spass!

Liäbe Grüäss

Fabienne