Jun 23

Aufalpen

By Fabienne Truffer | Allgemein

Immer Ende Juni ist es soweit: Unsere Schafe dürfen auf die Alpe. Die Tiere sind meistens nicht zu bremsen wenn es soweit ist.

Eine Woche vorher bringen wir sie auf eine Voralpe. Von da aus geht es ca. 1.5 Stunden zu Fuss, bis wir auf 2000m.ü.M sind. Dort laufen die Schafe noch weiter hoch und fressen die Alpweiden ab. Für die Alpen ist diese natürliche Abweidung sehr wichtig. Auf nicht abgefressenen Weiden gibt es im Winter viel mehr Lawinenniedergänge. Die Lawinen tragen aber auch oftmals die Erde weg und so bleiben im Sommer kahle Stellen zurück. Auf dieser Höhe dauert es sehr lange, bis sich die Natur regeneriert und Gräser nachwachsen.

DSCN0953Im Gleichschritt voran…. Sie kennen den Weg bestens, wissen, dass ihnen oben feinste Alpenkräuter warten. Die Walliser Schwarznasen und Landschafe sind bestens geeignet für das Hochgebirge. Sie sind trittsicher wie Gämsen und an die kargen Alpweiden gewöhnt. Nur morgens und abends sind sie zu sehen. Zwischendurch ziehen sie sich zurück und sind fast nicht zu entdecken unter den vielen Stein- und Felsbrocken.

 

 

imageSchön oder? Die Alpen im Wallis sind übrigens grösstenteils im Privatbesitz. Das heisst, mehrere Personen (= Geteiltschaften) haben Anrechte ihre Tiere auf diese Alpe zu bringen. Das kann auch weiterverpachtet werden. Die Geteiltschaften setzen im Frühling auch die Wege instand und schauen für Ordnung.

 

 

 

 

Sehr regelmässig werden unsere Tiere besucht. Wir schauen, ob alle gesund sind, keines verletzt ist oder fehlt. Die Kinder sind immer sehr glücklich, wenn sie ihre Tiere sehen. Aber auch die Schafe kommen von weit her zu uns, sobald sie uns hören. Das ist immer sehr eindrücklich.

Einen schönen Sommer, liebe Bäähs…. und dass ihr heil wieder zurückkommt.

Fabienne

Jun 21

Bergheuet von A-Z

By Fabienne Truffer | Allgemein

Am Freitag haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr wieder das Heu eingebracht. Trotz Hilfe der Maschinen, sind am Berg eben noch alle helfenden Hände willkommen – für alle gibt es eine Aufgabe – sogar unsere Mädchen leisten tolle Arbeit.

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Beim Heuen kann das Gehirn übrigens wunderbar arbeiten. Hier meine Stichwortliste zur Heuernte von A-Z (mit einem Augenzwinkern zu lesen):

 

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Anstrengend (ja steile Hänge hinauf – und hinuntertraben gehören sonst nicht zu meinem Hobby)

Brauchtum (das ist es doch noch irgendwie – und wie das so ist mit Brauchtümer – wohl bald vom Aussterben bedroht)

Clique (das sind wir; allen Helfern ein grosses MERCI)

Draussen (tja drinnen wächst es halt nicht so gut)

Extrem ( immer wieder, für Mensch und Maschine)

Freizeit (es IST unsere Freizeit die wir dafür opfern, ach die Tiere haben es ja soooo gut)

Gemeinschaft (ich finde es immer wieder schön, ZUSAMMEN eine Arbeit zu meistern)

Heiss (phu ja, aber wenn die Scheibenwischer laufen müssen an der Maschine ist auch nicht gut…)

Interessant ( immer lernt man etwas neues dazu, sei es ein Blümelein das die Schwägerin kennt, oder der Schwiegervater zeigt wie ein „Zahnschiisser“ funktioniert)

Juni (dann gehts los)

Knecht (könnten wir noch brauchen;-))

Lachen (ein Spässchen in Ehren)

Maschinen (eine tolle Sache wenn sie funktionieren)

Natur (pur)

Organisation (alles will geplant sein, die Aufgaben verteilt und die Maschinen vorbereitet – Bravo meinem Göttergatten)

Pause (oh ja, immer wieder gerne, mit Glacé und Sandwich)

Quatschen (sicher, über alles und jeden)

Riesenhunger (uff, so nach einem Nachmittag heuen ist der Bauch leeeeeer, trotz den Pausen…)

Staubig (nie zu nahe an der Maschine laufen….)

Trinken (jederzeit, mit viiiiiel Wasser den Durst löschen)

Ursprünglichkeit (hat es trotz den Maschinen immer noch, das ist Heimat, die wir pflegen und die wir achten)

Verschwitzt (nass und stinkig alles)

Wetterabhängig ( oh ja, heuen fängt schon eine halbe Woche vor dem Heuen an – und wehe die Prognosen stimmen nicht)

X-mal (rauf und runter und hin und her und rauf und runter und hin und her und rauf und runter ….)

Yoga (wäre vielleicht gut nach dem heuen, aber dann kann ich mich meistens nicht mehr bewegen)

Zweisprachig (sind unsere Heuernten seit ein paar Jahren, nix von Röstigraben – danke Oli)

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Unsere frisch geernteten Bio-Heublumen kannst du übrigens neu im Shop erstehen. Was man damit machen kann? Kannst du hier nachlesen!

 

Sei allerliebst gegrüsst

Fabienne

Jun 01

Walliser Landschaf

By Fabienne Truffer | Allgemein , Walliser Landschafe

Eigentlich ist diese Seite dem Walliser Schwarznasenschaf gewidmet! Aber da wir in unserer Herde auch Landschafe haben, möchte ich dir heute mal von dieser Rasse erzählen.

Das Walliser Landschaf auch les Roux du Valais genannt oder auf Walliser Deutsch einfach „d’Älwu“ ist eine gehörnte Rasse. Die Walliser haben wohl eine leichte Vorliebe für Hörner…;-)

 

Vom Körperbau und der Bewollung sind diese Tiere ähnlich den Schwarznasen. Sie haben aber rotbraune Wolle, welche im Alter grau wird.

In den 80er Jahren war diese Rasse vom Aussterben bedroht. Dank ProSpeciarara konnte der Bestand gerettet und aufgestockt werden. Zu früheren Zeiten waren die Landschafe sehr beliebt. Vor allem der Wolle wegen: bei Gelenk und Rheumabeschwerden schwören noch heute viele auf die wohltuende Wirkung. Zudem musste die Wolle für das damals gebräuchliche Bauerntuch nicht eingefärbt werden.

Wie die Schwarznasen sind die Landschafe sehr ruhig und bei entsprechender Zuwendung ausgesprochen zutraulich. Sie sind standorttreu und kennen ihre Weiden wie die Westentasche. Natürlich sind sie manchmal auch ein wenig eigensinnig….dafür haben wir im Wallis viel Verständnis. … Die Auen sind wunderbare Muttertiere und kümmern sich liebevoll und fürsorglich um die Lämmchen.

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Sie verstehen sich bestens mit den Schwarznasen und können miteinander gekreuzt werden (davon in diesem Beitrag). Die Landschafe haben auch die gleichen Gewohnheiten und beim gemeinsamen alpen gibt das keine Probleme. Ganz im Gegensatz zum weissen Alpenschaf, welche lieber ganztags weiden, bevorzugen unsere Gehörnten die Morgen- und Abendstunden für den Weidegang. Auch sind sie berggängig und genügsam – ideal für die mageren Alpwiesen im Wallis.

Also eigentlich sind dÄlwu wie die Schwarznasen….nur in rotbraun….! Ich bin sehr froh über unsere „Roten“ in der Herde und würde sie nie mehr hergeben…..!

Und ja, wir haben auch ein paar Patenschaften frei für kleine Landschaflämmchen! Die sind genau so entzückend wie die Schwarznasenlämmchen….!

 

Bäähsonderen Gruss

Fabienne

 

 

Apr 30

Patenschaften für Schafe

By Fabienne Truffer | Allgemein , Produkte

Du suchst das perfekte Geschenk für einen Tierliebhaber? Einen Schäfchenfan?

Du möchtest gerne selber Schäfchen, hast aber weder Zeit noch Raum dafür?

Übernehme oder verschenke eine Patenschaft für eines unseren glücklichen Schäfchen.

 

 

 

 

 

 

Du erhältst:

  • ein persönliches, laminiertes Zertifikat mit dem Foto und einer Locke des Schafes
  • Ein Plüsch Schwarznasen-Schäfchen mit Schafwolle gefüllt
  • An Weihnachten ein kleines Kissen mit Wolle von eigenem Tier.
  • 4 mal im Jahr eine Mail mit Infos über dein Schäfchen
  • Du kannst auf Anmeldung dein Schaf bei uns besuchen kommen

 

Du  lernst so vieles über die Schafe und ihre Bedürfnisse. Ideal auch für Kinder!

Die Patenschaft ist für ein Jahr gültig. Sie verfällt automatisch bei Nicht-Erneuerung des Betrages.

Für das Leben gibt es nie Garantien. Wir schauen zu unseren Tieren nach bestem Wissen und Gewissen. Trotzdem kann es immer wieder vorkommen, dass ein Tier stirbt. Sollte dies bei deinem Patenschäfchen passieren wirst du umgehend benachrichtigt und du kannst ein Ersatzschäfchen auswählen.

Wähle dein Patenkind im Shop aus!

Einen bäähsonderen Gruss

Fabienne

Apr 18

Frühlingsarbeiten

By Fabienne Truffer | Allgemein

So, nun zieht also auch bei uns auf über 1200 m.ü.M der Frühling ein und es gibt neue Arbeiten auf dem Hof!

Die Weiden und die Schafe müssen vorbereitet werden. Bevor wir die Tiere auf die Weide bringen gibt es einen Gesundheitscheck. Jedes einzelne wird angeschaut, und „gitschätwut“: die Klauen werden geschnitten. Dafür werden die Schwarznasen auf einen Bock gestellt, am Hals fixiert und ähnlich wie bei den Pferden die Beine hochgehoben um die Klauenränder zurück zu schneiden.

Entwurmen macht meiner Meinung nur bei Auffälligkeiten und ganz gezielt nach Kotprobe Sinn. Aber besprich das mit dem Tierarzt. Es kommt auch auf das Gebiet und deine Anzahl Tiere an.

Dann werden die Weiden kontrolliert. Sie werden von Abfall und wo nötig auch von Hundekot gereinigt. Keine feuchten Böden, trockene Magerwiesen und kein Klee auf der Weide ist ideal!

Achte bei den Weiden auf genügend Schattenplätze! Frisches und genügend Wasser ist selbstverständlich.

 

 

Sind die Schafsweiden an Spazier- und Wanderwegen, empfehlen sich Weidetafeln mit Hinweisen über die Rasse, evtl. Warnung vor Widder oder Herdenschutzhunden, sowie einem Fütterungsverbot.

Achtung, Tiere, welche vom Heufutter direkt auf die Frühlingswiesen geführt werden leiden oft unter Blähungen oder Durchfall. Mähe darum ein paar Tage vorher frisches Frühlingsgras und mische es unter die Heuabgabe. Oder füttere die Tiere erst mit Heu, bevor du sie auf die Weiden lässt.

Das Einzäunen

Da gilt es ein paar Grundsatzfragen zu klären.

  • Gilt es einen fixen Platz einzuzäunen?
  • Vor was willst du die Tiere schützen?
  • Welche Gruppe willst du einzäunen?

Hast du bei der Stallung einen Platz, an dem die Tiere fix nach draussen können, lohnt sich ein stabiles Zaunsystem! Sind auf diesem Platz, dieser Weide Muttertiere mit Lämmer? Dann macht ein engmaschiger Mehrlitzen-Zaun Sinn. Denn schnell entwischen die Lämmer durch Zaunlatten oder ähnlichem und finden dann den Weg nicht mehr zurück auf die Weide! Erwachsene Schafe kannst du auch in einem Lattenzaun, wie du ihn für die Kühe oder Pferde kennst, halten. Oder einen festen Drahtzaun oder flexiblen Mehrlitzen-Zaun. Bei Lämmer sind im unteren Bereich mehrere Litzen (oder noch besser Bänder) zu spannen, so dass sie nicht hindurchkriechen können.

Eine weitere Option sind die Flex-Weidenetze. Sie sind einfach ab- und aufbaubar und praktisch für die kleinen, oft steilen Berghänge. Diese sollten gut gespannt sein! Es gibt sie in verschiedenen Höhen. Normalerweise reichen ca. 100cm!

Wenn du kannst, so verzichte auf das Elektrisieren des Zauns. Denn die Weidenetze haben die Gefahrenquelle, dass sich die Schafe mit den Hörnern in den Maschen verheddern! Die Stromstösse dabei quälen das Tier zusätzlich! Achtung: es sei jedoch erwähnt, dass die Tiere den Strom sehr wohl „spüren“ und weniger an die Netze gehen, wenn Strom drauf ist! Also die Gefahr sich im Netz zu verheddern ist bei Elektrisierten Zäunen weniger gross. Das ist unsere Erfahrung. Schätze du selber ab was das Beste für deine Tiere ist.

Nach dem Weidwechsel sind alle Zäune sofort abzuräumen, da sie eine Gefahr für andere Tiere darstellen.

Es ist sinnvoll, den Zaun mehrmals täglich zu kontrollieren!

Musst du vor grösseren Raubtieren schützen so beachte bitte die Empfehlungen von www.herdenschutz.ch!

Die Schwarznasen sind standhafte Tiere. Sie kennen ihre Weiden gut und kehren immer wieder an ihre Weidplätze zurück. Ausbrechen tun sie eigentlich nur, wenn es zu wenig Futter auf der Weide hat. Aber soweit solltest du es nicht kommen lassen. Regelmässiger Weidwechsel ist Pflicht!

Ich wünsche dir und deinen Tieren einen guten Start in den Frühling!

Fabienne

P.S: Kennst du schon mein E-Buch über die Schwarznasen?

Apr 10

Braun und weiss = schwarz?

By Fabienne Truffer | Allgemein , Walliser Landschafe , Walliser Schwarznasenschafe

Hey Hey hey

Auf unserer Wiese tummeln sich nun schon die ersten Lämmer. Das ging aber dieses Jahr besonders schnell. Alle gesund und kräftig. Was für ein Glück!!

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Ja, die Kleinen sind rabenschwarz. Nein nein, das ändert sich auch nicht mehr. Diese hier sind nicht reinrassig.

Das kommt so: Wir haben Walliser Schwarznasenschafe und Walliser Landschafe (Muttertier auf dem Foto). Da zwei Widder nur Unruhe in die Herde bringen, haben wir nur einen Widder. Damit es nicht Inzucht gibt, muss dieser aber ca. alle zwei Jahre ausgewechselt werden.

Wir machen es so, dass wir zwei Jahre einen Schwarznasenwidder haben, dann kriegen wir wieder ein paar reinrassige Schwarznasenlämmchen, und dann während zwei Jahren ein Landschafwidder um reinrassige Landlämmchen zu kriegen.

Da beide Rassen gleich kleinstämmig sind ist das kein Problem. Die Mischlinge sind dann aber eben immer rabenschwarz. Ich bin darüber nicht unglücklich. Denn beide Rassen sind wunderbar langhaarig. Und so habe ich dann nicht nur wunderschöne weisse und braune Locken, sondern auch noch schwarze (was selten ist).

Aber nichts geht ohne Ausnahmen…..

Ganz de Bappe…

 

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Dieses Jahr hat ein Landschaf ein wunderbar gezeichnetes weisses Lämmlein gekriegt. Ganz de Bappe…halt…☺️😄!  In all den Jahren noch nie gehabt.

 

Liebe Grüsse
Fabienne

Mrz 30

Kinderparty zum Thema „Schaf“

By Fabienne Truffer | Allgemein

Ideen für eine Kinderparty zum Motto „Schaf“, einfach, unterhaltsam und effektiv. Für Kinder von 3-6 Jahren

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Ist dein Kind älter? Dann mache eine „Shaun das Schaf-Party“ daraus und lasse sie eine Folge einer DVD gucken. Dazu die Popcorn knabbern….! Meine 8-jährigen waren begeistert…..

Ich lasse in diese Planung meine Erfahrung als Kindergärtnerin und Mami zweier Mädels einfliessen. Schön, dass du die Party für dein Kind zuhause oder im näheren Umfeld planst und selber aktiv bist. Denn Feste planen und feiern  sind ein Heilmittel gegen Egoismus. Gemeinsam kann die Party geplant und vorbereitet werden. Die Vorfreude steigt auf ein Vielfaches und in Erinnerung wird bleiben: Wir haben etwas Besonderes geschaffen und gemeinsam erlebt. Keine Sorge, hier schreibe ich dir Tipps auf, bei denen du nicht schon Tage vorher stundenlang an der Party rumwerkeln musst. Weniger ist oftmals mehr.

Planung: Setze von vornherein fest, von wann bis wann die Party dauert. Erfahrungsgemäss reichen 2 Stunden vollends aus. Zumal die Kinder meistens keine Zeit haben um lange am Tisch zu sitzen und zu essen. Eine zusätzliche Person als Hilfe macht bestimmt Sinn. Schliesse Spielsachen mit Konfliktpotenzial, teure Vasen und Erbstücke gleich in ein separates Zimmer weg. Bei schönem Wetter ist eine Draussen-Party immer der Hit. Evtl. bietet sich ein nahegelegener Spielplatz oder ein Waldplätzchen an?

Vorbereitungen:

1 Monat vorher: Kläre mit deinem Kind ab wieviele Kinder es einladen will. Sammle soviele Petflaschen.

1 Woche vorher: Einladungen versenden (An-oder Abmelden?), Popcorn, Getränke, Moosgummi, Getränkeflaschen, Material für den Kuchen und Material für Brotteig einkaufen.

1 Tag vorher: Petflaschen halbieren, Moosgummi zuschneiden und aufkleben, mit Wolle dekorieren. Getränkeflaschen mit Masking Tapes verzieren

3 Std. vor der Party: Brotteig herstellen (ein kleiner Teil mit Schokopulver eindunkeln am Ende),  Kuchen backen und verzieren, CD-Player mit Musik bereitstellen, Popcorn in die Petflaschen füllen, Sirup anmachen, Plüschschäfchen (=Gragetsch) bereitstellen sowie die Geschichte.

Essen und Trinken: Das ist den Kindern gar nicht so wichtig wie imagewir meinen. Fondant-Torten und Cremesachen sind vielen Kinder zu schwer und zu süss. Mal abgesehen von der grossen Sauerei die das imagemeistens gibt;-) Schau mal, der Kuchen ist ein Hingucker, ist aber nur ein Shake ’n bake von Betty Bossi (Gugelhopf geht auch), verziert mit Sahne und der Moosgummi-Form (lässt sich super heiss abspülen)! Und was sagst du zu meinen Popcorn-Schäfchen? Eine Petflasche halbieren, aus schwarzem Moosgummi den Kopf ausschneiden, ankleben und mit Popcorn füllen. Die Kinder sind begeistert!

Zum Trinken haben sich fertige kleine Trinkfläschchen bewährt. Nichts wird ausgeleert dabei. Verziere jedes Fläschchen mit einem imageanders farbigen Masking-Tape damit es keine Verwechslungen gibt. Nachfüllen kannst du mit Sirup.

Unterhaltung:

Mit 3-5 Jahren ist das kleine Kind noch nicht gruppenfähig. Das heisst, ohne Hilfe von aussen ist es in einer Gruppe verloren und kann nicht spielen und arbeiten. Wir müssen also die Gruppe führen. Spiele ohne Wettbewerb sind für dieses Alter besonders geeignet.

Sammle alle Kinder erstmal in einen Kreis und erkläre kurz warum heute alle hier sind. Vielleicht darf für das Geburtstagskind schon mal ein Lied gesungen werden? Dann erzähle den Kindern eine Geschichte. Du kannst dafür auch meine „Gragetsch„-Geschichte auf YouTube verwenden. Lasse die Geschichte laufen oder schalte den Ton aus und erzähle selber. Es gibt auch eine wundervolle Schäfchengeschichte von Elsa Beskow “ Pelles neue Kleider“ oder das Buch von „Herbert“ von Daniela Chudzinski, Thienemann Verlag.

Nach dem Stillsitzen ein kleines Bewegungsspiel mit Plüschschäfchen „Gragetsch“: Singe ein Lied oder spiele von einer CD ein lustiges Liedchen. Alle Kinder dürfen herumhüpfen oder tanzen und einander Gragetsch weiterreichen. Bei Musikstopp bleiben alle wie versteinert stehen ausser das Kind mit Gragetsch, das darf weitertanzen. Dann geht die Musik wieder weiter. Nach einer Wiederholungen darf immer das Kind, welches Gragetsch hat an das Waschbecken Hände waschen und zum Tisch gehen.

imageJedes Kind erhält ein Stück Brotteig. Es darf daraus eine Schlange formen und diese zur Schnecke rollen. Dann wird sie auf das aufgemalte Lämmchen auf dem Backpapier gelegt. Ab in den Ofen damit (Wecker stellen, ca. 30 Minuten, damit es nicht vergessen geht). Wer fertig hat geht wieder schnell die Hände waschen und sucht sich ein Popcornschäfchen aus. Es darf genascht werden. Für das Geschenke auspacken kann ein Kreis gebildet werden. Das Geburtstagskind ist in der Mitte und schliesst die Augen. Reihum wird Gragetsch weiter gegeben. Sobald das Geburtstagskind stopp ruft kann das Kinde, bei dem Gragetsch gerade ist, das Geschenklein zum Auspacken bringen. Evtl. Kuchen (oder das gebackene Lämmchen) essen, Kerzen ausblasen und Singen.

Weitere Spiele:

Einem Kind werden die Augen verbunden. Eines aus der Gruppe erhält Gragetsch. Es darf „bääh“ rufen. Errät das blinde Kind wer das Schäfchen ist? Kann erschwert werden, indem das Schäfchen immer weiter gegeben wird und somit die Stimme auch immer wechselt. Das blinde Kind ruft den Namen, sobald es jemanden erkannt hat.

Lachschaf: Ein Kind geht mit Gragetsch von Kind zu Kind und versucht es zum Lachen zu bringen. Es darf aber niemanden berühren. Wer lachen muss kommt als nächstes in die Mitte und darf ein Kind zum Lachen bringen.

Modeschau: Ein Kind kommt nach vorne, steht auf einen kleinen Schemel und zeigt sich von vorne und von hinten. Dann geht es hinaus und verändert etwas (Schuhe verkehrt anziehen, Frisur ändern, Knopf öffnen, Ärmel hochkrempeln usw. Achtung, kleine Kinder brauchen dabei Hilfe). Nun kommt das Kind wieder zur Gruppe zurück, und die anderen müssen raten was verändert wurde.

Rosinen verzaubern: 5 Rosinen werden in eine Reihe gelegt. Ein Kind geht nach draussen. Gragetsch verzaubert eine dieser Rosinen indem es sie kurz anstupst. Das andere Kind kommt rein und darf eine Rosine nach der andern naschen…. so lange, bis es zur Verzauberten kommt, dann ist Schluss damit….weil alle Kinder laut rufen „verzaubert“!

Ein wenig mehr Aufwand hast du mit diesen Spielen, falls du magst!

Sinnesspiele: Lege die Schafwolle in eine Schachtel. Darin versteckst du kleine Natursachen (Steine, Tannzapfen, Blümchen, Gräser usw.). Ein Kind darf sich durchwühlen und benennen was es alles in der Schachtel spürt. Weisst du, dass viele Kinder noch nie Schafwolle gespürt haben?

Lege in Stoff-Taschentücher jeweils verschiedene Duft-Gegenstände: ein Stück Seife, Rosmarin, Lavendel und Schafwolle. Einfach mit einem Gummiband jedes Tuch oben abbinden. Und nun lasse die Kinder daran riechen (ohne zu berühren). Ob sie das Taschentuch mit der Schafwolle herausriechen können?

Zum Schluss das gebackene Lämmchen begutachten. Jedes darf ein Röllchen mitnehmen.

Bei unserer Party habe ich für jedes Kind ein Lämmchen vorgezeichnet. Jedes durfte sein eigenes Lamm gestalten und mitnehmen.

Viel Spass!!

Fabienne

Mrz 20

Das Buch „Walliser Schwarznasenschaf“

By Fabienne Truffer | Produkte , Walliser Schwarznasenschafe

Endlich ist es soweit! Aufgrund zahlreicher Fragen und emails, habe ich im letzten Jahr ein Ebook über die Schwarznasenschafe in Angriff genommen! Denn es ist leider so, dass es keine Literatur über diese Rasse gibt. Das Buch von Luzius Theler „Die Schwarznase“ ist längst vergriffen!

Im Buch werden folgende Themen behandelt:

  • Die Geschichte der Schwarznasen
  • Der Charakter
  • Die Haltung (Nahrung, Weide, Einzäunen usw.)
  • Der Widder
  • Die Hörner
  • Die Tragzeit, Geburt und Stillzeit
  • Die Arbeiten an den Schwarznasen
  • Probleme der Schwarznasen
  • Herdenbuchtiere
  • Export

Das Buch ist bebildert mit Fotos aus unserem Hof! Zudem durfte ich die fantastischen Fotos von Marco Schnyder, aus dem Nachbardorf Bratsch verwenden. Du kannst seine Bilder auch auf www.fotografie-wallis.ch bewundern!

Ich hoffe, so vielen Schwarznasenfreunden eine Freude zu bereiten. Das Buch ist sofort erhältlich im Bääh-shop! Nachdem die Bestellung bezahlt ist erhältst du einen Link für den Download! Du brauchst dafür die Dropbox nicht zu installieren, sondern klickst einfach auf Download ohne Installation, gell?! Viel Spass!

Liäbe Grüäss

Fabienne

Mrz 20

Drei sind einer zuviel…..

By Fabienne Truffer | Allgemein , Walliser Landschafe

…Endlich sind alle Lämmer da. Die Walliser Landschafe waren dieses Mal die letzten, welche mit gebären dran waren (ob unser Schwarznasenwidder da so seine Vorlieben hatte???)

Die letzte Geburt brachte eine Überraschung: Drillinge!! Bei den Schwarznasenschafen und den Landschafen eine Seltenheit. Und noch seltener bringt man alle drei durch. Wohlwissend um diese Tatsache hielt sich unsere Freude in Grenzen.

Und tatsächlich, ein paar Tage später: das Muttertier ist lustlos, frisst nicht, die Lämmer werden zunehmend schwächer. Ein Einsatz für uns drei Damen:-) Die Diagnose war schnell gestellt: Warme Ohren (=Fieber), ein rotes, schmerzendes Euter = Milchfieber. Das Muttertier lässt die Lämmchen auch nicht mehr saugen, die Milch staut sich noch mehr – ein Teufelskreis!

Bei meiner lieben und noch stillenden Nachbarin konnte ich Löwenzahnblättertee ausleihen. So haben wir den Tee dem Muttertier immer wieder eingeflösst, das Euter mit Quark eingestrichen (so gut es ging) Globuli verabreicht und die Lämmchen geschöppelt oder die Mutter gehalten, damit die Lämmchen trinken konnten. Mein grosses Mädel ist übrigens zuständig fürs ausmelken… Das macht sie ganz prima! Immer wieder die Milch ausstreichen und den Lämmchen einflössen, da ist die richtig im Element!

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Nun geht es wieder ein wenig aufwärts. Ein Lamm hat die Durststrecke jedoch nicht geschafft, das Gescheckte auf dem Bild…. Es wurde aber auch schon von Anfang an zurückgewiesen und hatte keine Chance.

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Jetzt hoffen wir, dass die beiden anderen wieder zu Kräften kommen. Tja nicht immer gibt es ein wahres Märchen.
Ich wünsche dir viel Glück in deinem Stall!
Fabienne

P.S: Kennst du schon mein Ebook? „Das Walliser Schwarznasenschaf“! Hier erfährst du viele Tipps rund um die Stillzeit und Geburt!

Mrz 13

Schäfchen stricken: Kostenlose Anleitung

By Fabienne Truffer | Allgemein

Ich habe ganz wunderbare Schafwolle von unseren Schafen spinnen lassen und musste grad sofort kreativ werden damit! Aus dem Waldorfbüchlein "Spielzeug: von Eltern selbstgemacht" von Freya Jaffke kannte ich bereits das gestrickte Schäfchen. Aber ich wollte natürlich ein Schwarznasenschäfchen und ein wenig grösser...!

So habe ich die Strickanleitung ein wenig angepasst und mitgeschrieben für dich! Es ist ganz einfach und sollte auch für ungeübte StrickerInnen kein Problem sein. Vielleicht sogar für ein Schulprojekt? Denn es besteht nur aus Aufnehmen und Abnehmen. Einzig für das Zusammennähen bräuchten kleine Hände evtl. Hilfe!

Du brauchst: (die gesamte Materialpackung - ohne Werkzeug - gibt es im Bääh-Shop!)

  • 25 g Schafwolle
  • Rest schwarze Kräuselwolle
  • Schafwolle zum stopfen
  • Sicherheitsaugen
  • Glöcklein
  • Stricknadeln Nr. 6
  • Häkelnadel Nr. 3
  • Nähnadeln

​Ich habe meine Schafwolle mit der Nadel Nummer 6 kraus rechts gestrickt. Alle anderen Angaben kannst du dem obigen Foto entnehmen! Ich habe am Schluss mit dem Kopf noch Zunahmen gemacht, aber der Kopf wird rund genug, du kannst sie auch weglassen. 

Fertig gestrickt beginnst du die Beine sorgfältig zusammen zu nähen. Stopfe sie (natürlich mit Schafwolle, gell)! Nähe den Bauch zusammen und komme nach vorne zum Hals!

​Lege den Kopf gefaltet vor dich hin und schliesse die obere Kante. Dann faltest du auf und legst den Kopf wie ein Dreieck. Nähe sorgfältig weiter zusammen. Nun kannst du bereits die Sicherheitsaugen anbringen. Ich beziehe meine bei Michaela auf Heartdeco.ch! Stopfe das Schaf fertig aus. Dann nähst du entlang der aufgefalteten Kante weiter bis du auf die bereits genähte Naht am Hals triffst. Fäden verstellen!

Für die Ohren habe ich 6 Maschen angeschlagen. Stricke 4 Nadeln kraus rechts. Dann zwei Maschen zusammenstricken, 2 Maschen stricken, 2 zusammen. 6. Nadel kraus rechts. 7. Nadel: Immer zwei Maschen zusammen stricken. 8. Nadel: kraus rechts. 9. Nadel: 2 Maschen zusammen stricken und Faden durchziehen und verstellen. Wiederholen für das zweite Ohr! Dann nähst du die Ohren seitlich (evtl. leicht zusammenziehen) an den Kopf! 

Schwänzchen: Steche im Hinterteil ein und häkle 8 Luftmaschen. Mache darauf 7 feste Maschen. Fäden verstellen. 

Horn: Häkle 8 Luftmaschen und darauf 7 feste Maschen. Ziehe ein wenig daran, damit sich das Horn rollt. Wiederholen! Nähe die Hörner an der richtigen Position an!

Sticke an die Vorder- und Hinterbeine die schwarzen Flecken auf, binde das Glöcklein um und freue dich!

Das Walliser Landschäfchen strickst du genau gleich, jedoch ohne schwarz! Du erhältst die komplette Materialpackung bequem in meinem Shop

Viel Spass und gutes Gelingen! Ich freu mich über Fotos!

Lieben Gruss

Fabienne

P.S.: Kennnst du schon Gragetsch? Das genähte Schäfchen??